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Ausstellung Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945

Ausstellung des Museums Viadrina u.a. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Die Folgen von Krieg und Frieden spiegeln sich in Frankfurt (Oder) wie in kaum einer anderen Stadt im Land Brandenburg wider. Auf die verschiedenen Facetten einer Zeitenwende um das Jahr 1945 wird mit einer Sonderausstellung an dem Ort erinnert, der bis zu diesem Datum unumstritten als Hauptstadt Ostbrandenburgs fungierte. Als Verwaltungs- und Militärstandort kam der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Frieden zu.

Im Jahr 1945 wurde Brandenburg Kriegsschauplatz, die Stadt Frankfurt (Oder) im Zentrum schwer zerstört. Nach der Teilung lag sie peripher an der deutsch-polnischen Grenze. Über 1,5 Millionen Kriegsgefangene kehrten zwischen 1945 und 1950 über Frankfurt zurück. Viele Tausend Polen mussten in der ehemaligen Dammvorstadt, die nun Słubice heißt, eine neue Heimat finden. Die Stadt erfand sich nach dem Krieg neu: in ihrer Bausubstanz, als Grenzstadt, als Wirtschaftsstandort.

Die Ausstellung zeichnet zum 75. Jahrestag des Kriegsendes die wichtigsten Themen der städtischen Nachkriegszeit nach und fragt gleichzeitig danach, welche persönlichen Erinnerungen und Nachlässe die heute in der Stadt Lebenden mit der Weltkriegszeit verbinden.

Die Ausstellung wird vom 26. April bis 18. Oktober 2020 im Museum Viadrina gezeigt. Das Stadtarchiv Frankfurt (Oder) beteiligt sich mit Ausstellungsobjekten. Parallel wird im Ausstellungsraum des Stadtarchivs eine Videoprojektion mit Bildmaterial zur Zerstörung und zum Wiederaufbau der Stadt zu sehen sein.

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