Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

FAQ


Lucie Hein (1960-1965)

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Nach der Abberufung von Else Noack wählte die Stadtverordnetenversammlung auf ihrer Sitzung am 7. Juni 1960 Lucie Hein zur Nachfolgerin. H. wurde am 25. September 1910 in Rüdersdorf geboren und hatte Mitte der 20er Jahre eine Kaufmännische Handelsschule besucht. Nach dem Ende des Krieges wurde sie als Sekretär der Gemeinde Petershagen eingesetzt. Von dort kam sie 1952 nach Frankfurt (Oder) und arbeitete bis zu ihrer Wahl als Instrukteur bei der SED-Bezirksleitung. Nach den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung wurde H. am 28. September 1961 in der konstituierenden Sitzung zum Oberbürgermeister mit einer bis zum 4. November 1965 reichenden Amtszeit gewählt. Das Ende dieser Amtszeit erlebte sie jedoch nicht mehr. Lucie Hein verstarb am 15. September 1965. Während ihrer Amtszeit begann sich langsam das Gesicht der Stadt zu verändern. Der Bau der Karl-Marx-Str. wurde fortgesetzt (1968 dann im wesentlichen abgeschlossen). Wegen geplanter Neubauten (heute „An der alten Universität“) wurde das alte Universitätsgebäude gesprengt (20. Dezember 1962). Für den Bau eines Appartementhauses (später Hotel „Stadt Frankfurt“) mussten die letzten noch stehenden Reste der alten Schmiedegasse/ Wollenweberstraße weichen (1964). Am Winzerring und Baumschulenweg entstanden neue Wohnblöcke (1960-1964) und in Markendorf wurde das neue Halbleiterwerk errichtet (Richtfest 1. Halle April 1960).