Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

FAQ


Julius Eduard Ludwig Gensichen (1838-1850)

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Unmittelbar nach der Amtsniederlegung von Dr. Lehmann erhielt der Bürgermeister und Syndikus Julius Eduard Ludwig Gensichen die Anweisung, die Amtsgeschäfte zu übernehmen. Der am 5. November 1797 geborene und aus Küstrin nach Frankfurt gekommene G. war seit 1825 als besoldeter Stadtrat in Frankfurt tätig und übernahm hier acht Jahre später das Bürgermeisteramt. Nach seiner Wahl am 12. Oktober 1837 wurde er am 5. April 1838 feierlich in das Amt des Oberbürgermeisters eingeführt. Am 18. Januar 1844 erfolgte seine erneute Wahl. In seiner Amtszeit wurde die neue Kommandantur am Kleinen Wilhelmsplatz (1838) und bald darauf auch das neue Stadttheater (1842) eröffnet. Der ersten Eisenbahnverbindung von Berlin nach Frankfurt (1842) folgte bald ihre Fortsetzung nach Breslau (1846) mit dem dafür neu errichteten Bahnhofsgebäude. Schon 1844 hatte G. auch die Eisenbahnverbindung mit Posen ins Gespräch gebracht, die erst viel später verwirklicht werden konnte (1870). Nach Ablauf seiner Amtszeit 1850 wollte die Stadtverordnetenversammlung in Erwartung der neuen Gemeindeordnung keine neue Ausschreibung vornehmen. Trotz seiner anfänglichen Zusage, das Amt für diese Zeit noch weiter zu verwalten, legte er es zum 1. April 1850 nieder. Am 24. Juni 1879 verstarb Gensichen in Triebel und wurde vier Tage später in Frankfurt (Oder) zu letzten Ruhe gebettet.