Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

FAQ


Alfred Friedrich Ludwig Albert Piper (1852-1864)

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Nach der neuen Gemeindeordnung von 1850 wählte die Stadtverordnetenversammlung den neuen ersten Bürgermeister. Seine Ernennung erfolgte zum erstenmal auf Grund der eigenen Wahl. Dazu erging ein Ruf nach Magdeburg, wo der am 20. Januar 1814 in Damgarten, Vorpommern, geborene Alfred Piper als Oberpräsidialrat wirkte. P. wurde am 20. Januar 1852 als neuer erster Bürgermeister gewählt. Seine Amtseinführung erfolgte am 15. Mai 1852. Als Mitglied im Preußischen Herrenhaus erreichte P. 1854, das die Polizeiverwaltung, welche seit 1851 der Regierung unterstellt war, wieder dem Oberbürgermeister untergeordnet wurde. Während seiner Amtszeit gelangte die hiesige Messe zu ihrer Blüte (Rekordjahr 1855). Es wurde die Gasbeleuchtung eingeführt (1855) und das neue Gebäude für die Bürgerschule (1862) errichtet. Es begannen sich eisenverarbeitende Betriebe in Frankfurt zu etablieren (Hauptwerkstatt Eisenbahn, Schiffbau, Orgel). Nachdem seine Amtsperiode von 12 Jahren verstrichen war, ließ sich P. hier am 15. Mai 1864 pensionieren und wurde als Vortragender Rat und Oberstiftshauptmann in das Ministerium des Innern gerufen. Dort betreute er das Referat der Stiftsangelegenheiten. 1875 nahm er seinen Abschied. Piper verstarb am 18. Oktober 1892 in Rostock.